Es ist so EINFACH – und hat gleichzeitig eine unglaublich kraftvolle Wirkung: bewusst dankbar zu sein für alles, was mir an Gutem widerfährt.
Im Dezember vor vier Jahren ist mein erster Text in einem Schweizer Monatsmagazin erschienen. Dafür bin ich heute noch von Herzen dankbar. Über welches Thema ich geschrieben habe? Drei Mal kannst du raten. Genau. Über DANKbarkeit.
Schon immer hat Dankbarkeit einen wichtigen Platz in meinem Leben eingenommen. Und seit ich „The Magic“ von Rhonda Byrne gelesen habe, führe ich sogar ein Dankbarkeitstagebuch. Schreibe ich einmal einige Tage nicht hinein, fehlt mir etwas.
Bei der Dankbarkeit spielt eines der mir schon immer bekannten universalen Gesetze – das Gesetz der Resonanz – eine wichtige Rolle, wie Rhonda Byrne in ihrem Buch verständlich ausführt. Sie schreibt: „Dankbarkeit wird durch ein universales Gesetz wirksam, das dein ganzes Leben bestimmt. Nach dem Gesetz der Anziehung, das für die gesamte Energie im Universum gilt, von der Bildung eines Atoms bis zur Bewegung der Planeten, zieht „Gleiches Gleiches“ an. Das Gesetz der Anziehung wirkt auch auf deine Gedanken und Gefühle ein. Was immer du denkst, was immer du fühlst, das ziehst du auch an.“ Ohne weiter ins Detail gehen zu wollen, denn falls dich das Thema interessiert, gibt es unzählige wunderbare Bücher dazu, ist es so, dass jeder Akt der Dankbarkeit eine Reaktion auslöst, bei der du Dankbarkeit empfängst. Je aufrichtiger und tiefer deine eigenen Gefühle der Dankbarkeit sind, je mehr Dankbarkeit du also gibst, desto mehr Dankbarkeit wird dir von anderen zuteil. Rhonda erzählt in „The Magic“ nicht nur ihre Geschichte und wie Dankbarkeit ihr Leben verändert hat, sondern schildert auch Beispiele von anderen Menschen, die mit Dankbarkeit einen Neuanfang gestartet haben.
Besonders in schwierigen und belastenden Situationen, also wenn im Leben nicht alles rund läuft, kann es eine Herausforderung sein, Dankbarkeit zu empfinden. Wie kann ich denn dankbar sein, wenn ich im Moment arbeitslos bin? Oder meine Beziehung gerade in die Brüche ging. Oder ich krank bin. Oder meine liebe Freundin verstorben ist. Oder, oder, oder. Man findet immer Gründe, nicht dankbar sein zu können, wenn man will. Es gibt immer wieder Menschen, die eine Haltung mit Distanz zu ihrem „Problem“ einnehmen und überzeugt sind: Von aussen betrachtet geht es mir recht gut. Bestimmt kennst du auch Menschen, die von Schicksalsschlägen wie Krankheit, Trennung, Verlust oder Tod betroffen sind und nichtsdestotrotz eine positive Energie ausstrahlen, tröstend auf andere wirken und dankbar durchs Leben gehen. Wie ist dies möglich, fragst du dich? Dankbarkeit ist mehr als ein Gefühl. Dankbarkeit ist eine Haltung, die jeder lernen kann. Der englische Philosoph Francis Bacon bringt es wunderbar auf den Punkt: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Das Gefühl der Dankbarkeit macht uns also glücklich! Und tatsächlich beweisen neuere wissenschaftliche Arbeiten, dass Menschen, die dankbar sind, sich subjektiv besser fühlen. Dankbare Menschen sind im Durchschnitt glücklicher, leiden weniger unter depressiven Verstimmungen oder Stress, sind zufriedener mit ihrem Leben und ihre sozialen Beziehungen. Und dankbare Menschen schlafen besser.
Es gibt Menschen, die haben es trotz so mancher Schicksalsschläge geschafft, dem Leben stets wieder das Positive abzugewinnen und dankbar zu sein. Einer dieser Menschen ist für mich die australische Schriftstellerin Bronnie Ware. In ihrem Buch „Die 5 Dinge die wir von unserer Krankheit lernen können – Mein Weg zum inneren Erblühen“ beschreibt die Beststellerautorin auf wunderbare Weise, was sie durch ihre schmerzhafte Autoimmunerkrankung hat lernen dürfen. Stell dir einmal vor! Wer sich mit einer Krise oder einer Krankheit konfrontiert sieht, findet in ihrem Buch zweifelsohne einen ermutigenden Leitfaden, der auch ihr selbst geholfen hat.
Es gibt Menschen, die sagen: Es ist bloss eine Frage der Perspektive, wie ich mit einer Lebenssituation umgehen möchte. So ist bei einigen Menschen ist das Glas immer halb leer, während bei anderen dasselbe Glas halb voll ist.
Es gibt viele Gründe dankbar zu sein. Ein Lächeln von Herzen; ein guter Rat; ein Dach über dem Kopf; von liebevollen Menschen umgeben zu sein; tröstende Worte in schwierigen Zeiten; einen Spaziergang in der Natur; helfende Hände; Liebe empfinden zu können; Zeit zu haben, ein gutes Buch zu lesen; offene Ohren; gesund zu sein; die Freiheit, zu tun, wozu man Lust hat; wertvolle Begegnungen, mit welchen man nicht gerechnet hat und einfach vieles mehr.
Wofür bist du dankbar? Wenn du dir Zeit nimmst, wirst du bestimmt staunen, wie viele Dinge es gibt, für die du dankbar bist.
„Wir sind für nichts so dankbar wie für die Dankbarkeit“ meinte dazu die österreichische Novellistin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach.
Dem Herzen folgend EINFACH dankbar