Die Aubergine ist ein vielseitiges Gemüse und wird oft unterschätzt. Gerade in Italien gibt es unzählige leckere Gerichte mit Auberginen. Der Auberginenauflauf – Parmigiana di melanzane – ist eines davon.

Parmigiana di melanzane – Auberginenauflauf

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Auberginen
  • 300g in Würfel geschnittene Mozzarella
  • 300g bereits zubereitete Tomatensauce (Sugo)
  • 120g geriebener Parmesankäse
  • Salz, Mehl und Sonnenblumenöl

 

Die Aubergine längs in dünne (rund 0,5 cm) Scheiben schneiden und diese mit Salz bestreut am besten mit einem Gewicht in einem Sieb (bis zu 4 Stunden) ruhen lassen. Das zieht die Bitterstoffe aus dem Gemüse. Dann trocken tupfen.
Die Auberginenscheiben im Mehl wenden. Portionsweise in Öl ausbacken, dann die Scheiben auf Küchenpapier legen.
Den Backofen auf rund 180-200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Etwas Sugo in einer Auflaufform verteilen und darauf eine Schicht Auberginen geben. Etwas gewürfelte Mozzarella und Parmesan darauf verteilen, dann wieder etwas Sugo darauf geben und mit weiteren Auberginenscheiben belegen. Auf diese Weise fortfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Zum Abschluss den Parmesan über den Auflauf streuen.
Den Auflauf für rund 10 Minuten in den Ofen schieben, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Vor dem Servieren nochmals für 10 Minuten, bis sich eine leicht braune Kruste gebildet hat, im Ofen lassen, dann bereit zum Servieren.

Tipp: Der cuoco Amato empfiehlt diesen Vorgang (10 Minuten – 10 Minuten), damit der Auberginenauflauf nicht – wie so oft – in sich zusammenfällt.

Es gibt auch weniger aufwendige Zubereitungen der Aubergine. Sie kann beispielsweise in einer Grillpfanne mit anderem Gemüse gegrillt und danach mit kalt gepresstem Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzt werden.

Oder man schneidet Auberginenrondellen und wendet sie in einer Mischung aus Ei, Salz und Parmesan, um sie danach in einer Bratpfanne im Öl auszubacken. Fertig sind die Auberginenpiccatas!

Die Auberginenrondellen können genauso gut auch im Ofen zubereitet werden. Man kann sie nach Belieben mit Tomatenwürfel, Knoblauch, Parmesan oder Paniermehl belegen. Olivenöl und würzen. Das Paniermehl ergibt dann eine schöne Kruste über der Aubergine. In anderen Ländern wie beispielsweise im Libanon wird die Aubergine auch gerne zu einem Mousse zubereitet, welches mit Fladenbrot besonders gut schmeckt.

Ursprünglich stammt die Aubergine wahrscheinlich aus Asien. Sie besteht zu über 80% aus Wasser und hat einen bitterlichen Geschmack. Wie bereits oben erwähnt, ist daher zu empfehlen, die Aubergine vor der Zubereitung des Auberginengerichtes aufgeschnitten mit Salz und einem Gewicht für bis zu 4 Stunden in einem Sieb stehen zu lassen. So kann dem Gemüse viel Wasser und Bitterkeit entzogen werden.

Kürzlich wurde ich von meinen Eltern wieder einmal zum Mittagessen eingeladen und es gab einen Safranrisotto mit Auberginen. Nun kann man denken: Welch simples Gericht!
Meinem Vater gelingt es jedoch immer wieder, mit seinen Ideen und Kochkünsten zu begeistern und zu überraschen. Es sind bekanntlich die kleinen Dinge, die Freude machen. Und so war es auch bei diesem Mittagessen. Der goldgelbe Safranrisotto war in der Mitte mit schwarz gekräuselten Fäden garniert.

„Was das wohl wieder ist?“ dachte ich für mich. Ich nahm einen Bissen und es schmeckte einfach herrlich!Mein Vater schmunzelte und erklärte mir, dass man die Aubergine mit einem Sparschäler auch schälen könne. Die Schale habe er dann in ganz feine Streifen geschnitten und diese im Öl frittiert. Probiere es aus, es lohnt sich!

Buon appetito